Neue technische Ausrüstung in unserem praxiseigenen Labor

Die technische Ausrüstung in unserem praxiseigenen Labor ist durch neue Geräte erweitert worden. Die Blutproben unserer Patienten können jetzt unmittelbar nach der Probenentnahme  umfangreich direkt untersucht werden. Da die Geräte in der Lage sind, gleichzeitig mehrere Untersuchungen durchzuführen, erhalten wir aussagekräftige und schnelle Ergebnisse. Dies bedeutet Zeitersparnis, da wir jetzt nicht mehr auf die Bestimmung wichtiger Blutparameter durch externe Laboratorien angewiesen sind.

Für die Untersuchung ist nur kleine Menge Blut (wenige Tropfen) erforderlich, was für die Tiere weniger Stress bei der Blutabnahme bedeutet. 

Schnelle Ergebnisse sind besonders wichtig bei Erstuntersuchungen, bei einem Notfall, wie z. B. bei inneren Blutungen, Nierenversagen, Diabetes mellitus und Leberversagen. Zusätzlich erlaubt die schnelle Untersuchung des Blutes im Rahmen von Verlaufskontrollen bei chronisch kranken Tieren eine zeitnahe Umstellung der Therapie, falls erforderlich.    

Unser praxiseigenes Labor ist jetzt in der Lage ein vollständiges Blutbild mit roten Blutzellen (Erythrozyten), weißen Blutzellen (Leukozyten, Lymphozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) zu erstellen. Damit erhalten wir wichtige Hinweise, ob z.B.  Entzündungen im Körper, Blutgerinnungsstörungen, Krebserkrankungen oder Blutarmut (Anämie) vorliegen.

Als sehr empfindlicher Parameter für Entzündungen im Körper steht uns jetzt auch die Messung des C-reaktiven Proteins (CRP) zur Verfügung, das bei Entzündungen vermehrt in der Leber gebildet wird. In Verbindung mit dem Blutbild ist das CRP ein wichtiger Parameter für die Erkennung von Entzündungen im Körper der Tiere und für die Beurteilung des Therapieerfolgs.

Zusätzlich können wir jetzt in den Blutproben alle wichtigen Laborwerte bei Verdacht auf Erkrankungen von Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere messen:

Bei Lebererkrankungen vor allem die sogn. „Leberwerte" bestimmt. Das sind die Konzentrationen der vier Enzyme GOT, GPT, Gamma-GT und die Alkalische Phosphatase(AP). Sind die Konzentrationen dieser Enzyme im Blut erhöht, ist das ein starker Hinweis für eine Lebererkrankung. Jedoch kommen nicht alle Enzyme ausschließlich in der Leber vor. Ist z. B. GOT isoliert erhöht, muss nach einer anderen Erkrankung gesucht werden, wie z. B. eine Erkrankung der Muskeln. Eine Erhöhung der Gamma-GT ist ein Anzeichen für eine erhöhte Entgiftung in der Leber oder auch für einen erhöhten Rückstau von Galleflüssigkeit in den Darm. Die AP ist auch nicht leberspezifisch. Dieses Enzym kommt im Knochen und in der Leber vor. Ist z. B. die AP erhöht, muss mittels Bestimmung der Leberursprung bestätigt werden. Ist der Leberursprung bestätigt, ist das ein Hinweis auf eine Behinderung des Galleabflusses in den Darm. Man sieht also, dass die sogn. „Leberwerte" eine komplexe Angelegenheit sind, und dass es nicht genügt nur ein Leberenzym zu bestimmen. Nur die Beurteilung der vier Parameter im Zusammenspiel führt zur richtigen Diagnose.

Bei Verdacht auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ist die Untersuchen des Bluts ebenfalls von großem diagnostischem Wert. Das Enzym Lipase, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, ist nämlich aufgrund der entzündlichen Auflösung der Zellen in der Bauchspeicheldrüse vermehrt im Blut nachweisbar. Ab einem dreifach erhöhten Wert erhöht sich der Verdacht auf eine Bauspeicheldrüsenentzündung. Da gleichzeitig mit der Lipase das CRB bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse ansteigt, sollte das CRP zur Absicherung der Diagnose mitbestimmt werden.

Die Nieren sind lebenswichtige Organe. Ob die Nieren gut funktionieren, kann u. a. durch eine Bestimmung der „Nierenwerte" im Blut beurteilt werden. Normalerweise scheiden Nieren die beiden Stoffwechselprodukte Kreatinin und Harnstoff problemlos aus. Liegen jedoch Erkrankungen vor, ist deren Ausscheidung durch die Nieren behindert und die Konzentrationen im Blut steigen an. Die Höhe des Anstiegs von Kreatinin und Harnstoff ist entscheiden für die Beurteilung des Schweregrads der Erkrankung.  

Auch der Blutzucker in Kombination mit dem Langzeitparameter Fruktosamin ist verfügbar. Da die Bestimmung des Fruktosamin eine Aussage über die Höhe des Blutzuckerspiegels über einen längeren Zeitraum zulässt, kann der Erfolg einer Diabetestherapie besser im eigenen Labor beurteilt werden. 

Bei Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörungen steht uns jetzt neu die Messung des wichtigen Schilddrüsenhormons  T4 in unsere Praxis zur Verfügung. Der Blutwert für das Schilddrüsenhormon T4 gibt einen Hinweis darauf, ob die Schilddrüse normal arbeitet oder ob eine Funktionsstörung des Organs vorliegt.

Weiterführende Blutuntersuchungen, wie z. B. die Diagnostik von verschiedenen Reisekrankheiten (Leishmaniose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Borreliose) sowie spezielle Tests zu Autoimmunerkrankungen, spezielle Hormonuntersuchungen oder auch weiterführende Tests zur Differenzierung von  Erkrankungen der Schilddrüse müssen noch externen Laboratorien überlassen bleiben.   

Weiterhin werden Standardmäßig in unserem Labor Kotuntersuchungen, Urinuntersuchungen, Hautgeschabsel und diverse Schnelltest durchgeführt.

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